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„Die Auferweckung des Lazarus“
Johannes 11,17–19.33–45
Als
Jesus ankam, fand er Lazarus schon vier Tage im Grab liegen. Betanien war
nahe bei Jerusalem, etwa fünfzehn Stadien entfernt. Viele Juden waren zu
Marta und Maria gekommen, um sie wegen ihres Bruders zu trösten.
Als
Jesus sah, wie sie weinte und wie auch die Juden weinten, die mit ihr
gekommen waren, war er im Innersten erregt und erschüttert. Er sagte: Wo
habt ihr ihn bestattet? Sie antworteten ihm: Herr, komm und sieh! Da weinte
Jesus.
Die
Juden sagten: Seht, wie lieb er ihn hatte! Einige aber sagten: Wenn er dem
Blinden die Augen geöffnet hat, hätte er dann nicht auch verhindern können,
dass dieser hier starb?
Da
wurde Jesus wiederum innerlich erregt und er ging zum Grab. Es war eine
Höhle, die mit einem Stein verschlossen war. Jesus sagte: Nehmt den Stein
weg!
Marta, die Schwester des Verstorbenen, entgegnete ihm: Herr, er riecht aber
schon, denn es ist bereits der vierte Tag. Jesus sagte zu ihr: Habe ich dir
nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen? Da
nahmen sie den Stein weg.
Jesus aber erhob seine Augen und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich
erhört hast. Ich wusste, dass du mich immer erhörst; aber wegen der Menge,
die um mich herum steht, habe ich es gesagt; denn sie sollen glauben, dass
du mich gesandt hast. Nachdem er dies gesagt hatte, rief er mit lauter
Stimme: Lazarus, komm heraus! Da kam der Verstorbene heraus; seine Füße und
Hände waren mit Binden umwickelt, und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch
verhüllt. Jesus sagte zu ihnen: Löst ihm die Binden und lasst ihn weggehen!
Viele der Juden, die zu Maria gekommen waren und gesehen hatten, was Jesus
getan hatte, kamen zum Glauben an ihn. |