|
„Das Zeugnis
des Simeon im Tempel“
Lukas
2,25–35.39–40
In Jerusalem lebte
damals ein Mann namens Simeon. Er war gerecht und fromm und wartete auf die
Rettung Israels und der Heilige Geist ruhte auf ihm. Vom Heiligen Geist war
ihm offenbart worden, er werde den Tod nicht schauen, ehe er den Messias des
Herrn gesehen habe.
Jetzt wurde er vom
Geist in den Tempel geführt; und als die Eltern Jesus hereinbrachten, um zu
erfüllen, was nach dem Gesetz üblich war, nahm Simeon das Kind in seine Arme
und pries Gott mit den Worten:
Nun lässt du, Herr,
deinen Knecht, / wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen
haben das Heil gesehen, / das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht,
das die Heiden erleuchtet, / und Herrlichkeit für dein Volk Israel.
Sein Vater und seine
Mutter staunten über die Worte, die über Jesus gesagt wurden. Und Simeon
segnete sie und sagte zu Maria, der Mutter Jesu: Dieser ist dazu bestimmt,
dass in Israel viele durch ihn zu Fall kommen und viele aufgerichtet werden,
und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird. Dadurch sollen die
Gedanken vieler Menschen offenbar werden. Dir selbst aber wird ein Schwert
durch die Seele dringen.
Als die Eltern alles
getan hatten, was das Gesetz des Herrn vorschreibt, kehrten sie nach Galiläa
in ihre Stadt Nazaret zurück. Das Kind wuchs heran und wurde kräftig; Gott
erfüllte es mit Weisheit und seine Gnade ruhte auf ihm. |