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Der Hochchor
Bei der Ausmalung des Hochchors (1891 bis 1894) versuchte
August Martin seine Gemälde dem Raum anzupassen, indem er Stilelemente
romanischer Malerei benutzte und für die Seitenwände ein in
mittelalterlicher Literatur und Kunst beliebtes Thema aufgriff: die
Typologie des Heils. In 21 Bilderpaaren wird gezeigt, wie Ereignisse aus dem
Alten Testament die Heilsgeschichte des Neuen Testamentes vorausdeuten.
Im Gewölbe des Chorquadrates hat Martin Reste noch
vorhandener romanischer Malerei, nämlich die drei Frauen am leeren Grab
Christi und die Propheten (in den Gewölbezwickein) auf neuem Putz an alter
Stelle kopiert und die übrigen Kappen des Kreuzgewölbes mit Darstellungen
der Emmausjünger, des ungläubigen Thomas und des Pfingstereignisses neu
gestaltet.
Kurz nach 1300 ist die Darstellung der "Aufnahme Mariens in
den Himmel" am Triumphbogen entstanden, Von zwei zeptertragenden Engeln wird
Maria zu Christus geleitet. Propheten in den Medaillons halten Spruchbänder. |